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Diese Chronik enthält die wichtigsten Stationen der österreichischen Privatradiogeschichte. Eine umfassendere und ausführlichere Zeittafel finden Sie im Buch "Privatradio in Österreich - eine schwere Geburt"

28.6.2007 -
Der Bundeskommukikationssenat (BKS) bestätigt in zweiter Instanz die Zulassung für Sunshine Radio für die Wiener Frequenz 98,3 MHz

4.6. bis 4.7.2007 - Die Ausschreibungsfrist für jene Zulassungen endet, die am 1.4.1998 in Kraft getreten und nicht beeinsprucht worden sind. Betroffen davon sind folgende 21 Versorgungsgebiete (Sender):

- "Bezirk Melk und Mostviertel" (HiT FM Mostviertel)
- "Bezirk St. Pölten" (HiT FM St. Pölten)
- "Waidhofen/Ybbs" (Radio Maria)
- "Salzkammergut" (Radio Salzkammergut)
- "Oberösterreich" (Life Radio)
- "oberösterreichischer Zentralraum (Welle 1)
- "nördl. und mittl. Burgenland, Oberwart, Teile v. Güssing und Jennersdorf" (HiT FM Bgld)
- "Unteres Inntal bis einschließlich Hall“ (Antenne Tirol Unterland)
- "Osttirol, Oberes Mölltal, Oberes Gailtal, Oberes Drautal, Hermagor, Weißensee“ (106FM)
- "Osttirol“ (Radio Osttirol)
- "Tirol“ (Life Radio)
- "Bludenz“ (Proton - das freie Radio)
- "Kärnten“ (Antenne Kärnten)
- "Raum Wörthersee und Stadt Villach“ (Radio Harmonie)
- "Raum Spittal/Drau, Bad Kleinkirchheim und Radenthein“ (Radio Harmonie)
- "Spittal an der Drau“ (Truckradio)
- "Radenthein“ (Radio Real)
- "Raum Liezen" (Radio freequenns)
- "Raum Köflach“ (Radio West)
- "Aichfeld – Oberes Murtal“ (Radio A1)
- "Bezirk Leoben und östlicher Teil des Bezirkes Liezen“ (Radio Grün-Weiß)

10.2.2007 - Der Tiroler Lokalsender 106FM stellt den Betrieb ein

13.9.2006 – Die KommAustria vergibt die begehrte Wiener Frequenz 98,3 MHz an Sunshine Radio.

1.4.2006 - Im Mostviertel in Niederösterreich geht ein weiterer Arabella Sender auf 96,5 MHz on Air. Die technische Reichweite ist mit nicht einmal 100.000 allerdings äußerst gering. Arabella Mostviertel sendet aus den ehemaligen Studioräumlichkeiten von Digi Hit Radio in St. Leonhard am Forst.

27.1.2006 - Der Verwaltungsgerichtshof bestätigt den Entzug von vier ORF Frequenzen in Linz durch den Bundeskommunikationssenat. Wegen Doppelversorgung verliert der ORF die Übertragungskapazitäten Linz Freinberg 91,8 MHz, 95,8 MHz, 99,4 MHz und 102,0 MHz

27.7.2005 – Die Antenne Steiermark erhält die Regionalradio-Lizenz für die Steiermark für weitere zehn Jahre zugesprochen (bis 31.8.2015).

19.7.2005 – Die KommAustria schreibt eine neue Frequenz für Wien aus (Übertragungskapazität Wien 4/Donauturm, 98,3 MHz) – technische Reichweite: 1,7 Millionen. Bis 18.10.2005 melden sich 25 Bewerber.

26.4.2005 – Der Bundeskommunikationssenat hebt die Lizenzerteilung an Radio Maria für Baden auf und trägt der KommAustria die neuerliche Entscheidung auf.
6.12.2004 – Die KommAustria erteilt KRONEHIT die erste (und bisher einzige) bundesweite Zulassung.

1.8.2004 – Die erste Novelle zum Privatradiogesetz tritt in Kraft. Damit wird nun erstmals eine echte Grundlage für bundesweites Privatradio geschaffen: Zulassungsinhaber können ihre Lizenzen zusammenlegen und so eine bundesweite Kette unter einheitlicher Rechtsform schaffen. Die Behörde darf Anträge auf Schaffung von neuen Versorgungsgebieten ablehnen, wenn weniger als 100.000 Personen versorgt werden und die Hörfunkveranstaltung voraussichtlich nicht finanzierbar ist. Erstmals gibt es nun auch eine gesetzliche Grundlage für die Formatänderung.
Gleichzeitig tritt auch eine Novelle zum KommAustria-Gesetz in Kraft, die der KommAustria als weitere Aufgabe die Beobachtung der Einhaltung der Werbebestimmungen des ORF und der privaten Radio- und TV-Veranstalter überträgt.

29.7.2004 – Die KommAustria erteilt Radio Arabella eine weitere Lizenz, diesmal für Linz

5.7.2004 – Die Welle 1 Innsbruck verliert nach fast dreijährigem Streit vor KommAustria, BKS und VfGH endgültig ihre Lizenz. Kronehit nimmt auf der Innsbrucker Frequenz 106,5 MHz seinen Betrieb auf.

21.3.2004 - Das Kärntner Radio dva-Agora übernimmt täglich acht Stunden ORF-Programm. Damit strahlt der öffentlich-rechtliche Rundfunk erstmals von ihm produziertes Programm über einen Privatsender aus. Der ORF spricht von einem „medienpolitischen Meilenstein“, die KommAustria hat nichts dagegen einzuwenden.

1.1.2004 - Michael Ogris, der schon seit 2001 in der Behörde tätig war, wird zum neuen Leiter der KommAustria bestellt.

28.6.2001 – Krone Hit R@dio geht on air. Der erste überregionale Senderverbund mit lokalen Programm- und Werbefenstern startet.

19.6.2001 - Letzter Sendetag von 92,9 HiT FM. Um Punkt Mitternacht stellt HiT FM seinen Sendebetrieb ein

18.6.2001 – Die KommAustria vergibt wenige Stunden vor dem Ablauf der einstweiligen Zulassungen die vom Verfassungsgerichtshof aufgehobenen Lizenzen erneut. Die KommAustria folgt der Empfehlung des Rundfunkbeirats und vergibt die Lizenz für die Wiener Frequenz 92,9 nicht mehr an 92,9 HiT FM sondern an Arabella. Wiens Bürgermeister Michael Häupl spricht von einem Skandal. Die Welle 1 in Salzburg hingegen behält ihre Zulassung, obwohl der Rundfunkbeirat eine Empfehlung abgegeben hat.

13.6.2001 – Der Verfassungsgerichthof hebt auch einen Teil der im Sommer 1999 novellierten Fassung des Regionalradiogesetzes auf, auch die mit der Novelle eröffnete Möglichkeit, gegen Entscheidungen der Privatrundfunkbehörde Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einzubringen, rettet das Gesetz nicht. Daher hebt der Verfassungsgerichtshof auch die auf Grundlage der novellierten Fassung des Regionalradiogesetzes erteilten Sendelizenzen, etwa jene für Wolfsberg und Völkermarkt, auf. Der Sendebetrieb kann jedoch auf Grundlage einer einstweiligen Zulassung dennoch aufgenommen werden.

1.4.2001 – Das Privatradiogesetz und das Gesetz zur Schaffung der neuen Rundfunkregulierungsbehörden KommAustria (die formal nicht weisungsfrei ist) und Bundeskommunikationssenat treten in Kraft. Damit endet auch die Tätigkeit der weisungsfreien Rundfunkregulierungsbehörde (Privatrundfunkbehörde). Mit dem neuen Gesetz wird erstmals auch – zumindest formal – die Grundlage für bundesweites Privatradio in Österreich geschaffen. Die 150.000-Einwohner-Höchstgrenze für Lokalradios fällt endgültig. Mit der KommAustria ist nun erstmals nur mehr eine einzige Behörde für die Erteilung sämtlicher Bewilligung zur Rundfunkveranstaltung zuständig: Die KommAustria übernimmt auch die Frequenzzuteilung.

1.3.2001 – Mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ beschließt der Nationalrat mit einfacher Mehrheit die KommAustria und den Bundeskommunikationssenat (BKS). Die KommAustria ist dem Bundeskanzleramt unterstellt und weisungsgebunden. Dieses Konstrukt benötigt keine 2/3 Mehrheit.

31.1.2001 – Im Nationalrat beschließen die Regierungsparteien mit ihrer Mehrheit das neue Privatradiogesetz.

31.1.2001 – ÖVP und FPÖ blitzen im Nationalrat mit ihrer geplanten Medienbehörde KommAustria ab. SPÖ und Grüne verweigern ihre Zustimmung. Für die Behörde im Verfassungsrang brauchen die Regierungsparteien aber eine 2/3 Mehrheit.

19.12.2000 – Die Privatrundfunkbehörde erteilt allen von der Aufhebung ihrer Lizenzen durch den VfGH betroffenen Radioveranstaltern eine einstweilige Zulassung für sechs Monate.

28.9.2000 – Der Verfassungsgerichtshof hebt erwartungsgemäß die im Dezember 1997 erteilten Sendelizenzen wegen Verfassungswidrigkeit des Regionalradiogesetzes auf.

7.8.2000 – Aus dem Wiener Rocksender 92,9 RTL wird 92,9 HiT FM. Zuvor hat eine Privatstiftung der Mediaprint die Mehrheit an diesem Sender übernommen.

8.7.2000 – Eine Novelle zum Regionalradiogesetz tritt in Kraft, die den erneut von der Aufhebung ihrer Lizenz durch den Verfassungsgerichtshof betroffenen Rundfunkveranstaltern die Möglichkeit gibt, mit einer „einstweiligen Bewilligung“ sechs Monate weiterzusenden. In dieser Zeit will der Nationalrat das Gesetz abermals sanieren.

29.6.2000 – Der Verfassungsgerichtshof hebt erwartungsgemäß erneut Teile des Regionalradiogesetzes auf. Die Aufhebung der Lizenzbescheide ist in den nächsten Wochen zu erwarten.

16.10.1999 – Der Verfassungsgerichtshof beschließt abermals eine Prüfung der Verfassungsmäßigkeit des Regionalradiogesetzes.

1.8.1999- eine weitere Novelle des Regionalradiogesetzes tritt in Kraft. Damit wird Privatradio nun auch in anderen analogen Frequenzbereichen als UKW ermöglicht. Gegen Lizenzerteilungen steht nun erstmals auch die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof offen. Weiters wird die Dauer der bereits erteilten Lizenzen von sieben auf zehn Jahre verlängert.

1.1.1999 –Änderungen des Regionalradiogesetzes treten in Kraft. Damit fällt die gesetzliche Beschränkung des vierten ORF-Radioprogramms als überwiegend fremdsprachig weg. Die Grundlage für die Umwandlung von Blue Danube Radio in FM 4 ist geschaffen. Weiters werden die Werbezeiten ausgedehnt und einige rechtstechnische Anpassungen vorgenommen. Die Regionalradio- und Kabelrundfunkbehörde wird in Privatrundfunkbehörde umgetauft. Schließlich wird eine Grundlage für ein jeweils zeitlich limitiertes Event- und Ausbildungsradio geschaffen. Die neuen Bestimmungen über die Frequenzzuordnung treten mit 1.5.1999 in Kraft.

1.4.1998 –15 Privatsender gehen on air. In Wien: 88.6 Der Musiksender, Antenne 102.5, 92,9 RTL und Energy 104,2; In NÖ: RPN und PL1 (St. Pölten);
Im Burgenland: Radio Servus; In der Steiermark: 107,5 Grazer Radio;
In OÖ: Life Radio, Welle 1 (Linz); In Salzburg. Welle 1 (Stadt Salzburg) und Welle Alpin (Pinzgau, Pongau, Lungau); In Tirol: Antenne Tirol, Radio Grizzly (Osttirol) und Welle 1 (Innsbruck).

2.-5. 12. 1997 – Die Regionalradiobehörde vergibt 8 Regionalradio- und 42 Lokalradiolizenzen für die gesetzlich festgelegte Dauer von nunmehr 7 Jahren ab 1.4.1998.

1.5.1997 – Das novellierte Regionalradiogesetz tritt in Kraft. Damit beginnt auch die 6wöchige Bewerbungsfrist für die 8 regionalen (2 sind bereits an Antenne Steiermark und Radio Melody vergeben) und vorerst 45 lokale Lizenzen. Die Regionalradiobehörde wird zur Regionalradio- und Kabelrundfunkbehörde und ist nun auch für Kabelrundfunk und die Vergabe von Satellitenzulassungen für Radio und TV zuständig. Gleichzeitig wird die Zahl der Behördenmitglieder auf 12 reduziert.

17.10.1995 – Radio Melody geht in Salzburg als zweiter österreichischer Privatsender on air.

22.9.1995
– Der erste österreichische Privatsender, die Antenne Steiermark, geht on air

Juni 1995 – Die Antenne Steiermark einigt sich mit dem Österreichischen Journalisten Club, der seine Beschwerde beim VfGH darauf hin zurückzieht. Mit zwei weiteren potentiellen Beschwerdeführern gibt es ebenfalls eine Einigung. Für die Antenne Steiermark ist damit der Weg zum Sendestart frei.

3.5.1995 – Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) erkennt den insgesamt 33 Beschwerden gegen die Lizenzvergabe der Regionalradiobehörde aufschiebende Wirkung zu. Der für September geplante Privatradiostart ist damit fraglich. Der Verband österreichischer Regionalradios drängt auf eine schnelle Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes.

21.12.1994 – Die Regionalradiobehörde einigt sich auf die Vergabe der 10 regionalen Lizenzen. Bereits vorher haben einige Bewerber angekündigt, zum Verfassungsgerichtshof zu gehen, sollten sie nicht zum Zug kommen.

18.1.1994 – Die Regionalradiobehörde tritt erstmals zusammen und schreibt 10 regionale Lizenzen aus

1.1.1994 – Das Regionalradiogesetz tritt in Kraft und die slowakische Regierung dreht Radio CD ab. Gleichzeitig geht in Italien der FPÖ-Sender ‚Radio Freies Europa’ (ex-Radio Carinzia) mit einer Neujahrsansprache von Jörg Haider on air – der Sender versorgt Kärnten.

24.11.1993 – Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verurteilt die Republik Österreich wegen Verstoßes gegen Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Recht auf freie Meinungsäußerung)

9.7.1993 – Mit den Stimmen der Regierungsparteien von SPÖ und ÖVP wird das Regionalradiogesetz im Nationalrat beschlossen. Für die Lizenzvergabe ist die 20-köpfige Regionalradiobehörde zuständig.

31.3.1991 – Mit dem so genannten PiratInnentag in Wien starten gleich mehrere Piratensender: Radio Boiler, Radio Hotzenplotz oder Radio Bleifrei

31.3.1990 – Radio CD International geht in Bratislava on air. CD versorgt von der Tschechoslowakei (später Slowakei) den Großraum Wien mit deutschsprachigem Programm. Die Radiomacher kommen aus Österreich, der Sender gehört dem staatlichen slowakischen Rundfunk.

31.7.1989 – Die Antenne Austria geht auf Sendung. Sie macht auf den Frequenzen des ungarischen Senders Radio Danubius täglich 4 Stunden Programm auf Deutsch

13. 5. 1985 – Radio Uno geht on Air. Vom italienischen Monte Forno (Dreiländereck – Kärnten-Italien-Slowenien) versorgt der Sender einen Grossteil Kärntens. Damit ist Radio UNO das erste „österreichische“ Privatradio